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Reviews

updated: 02.02.2007

vampster.com

Wow. Also wirklich und ehrlich Wow. Death Metal aus der Schweiz ist ja so ungewöhnlich wie löchriger Käse, guter Death Metal ebenso, aber "In-Existence", das dritte Album von CENSORED ist wirklich ein Brett der Marke Extravaganza. Hier gibt es alles, was das Herz eines anspruchsvollen Death Metal-Fan entzückt, soviel sei schon mal verraten.

CENSORED zu kategorisieren ist nicht gerade einfach, denn zwischen wütenden Blast Beats mit Schraddelriffs, dicken Grooves, anspruchsvollen Arrangements und cleveren Breaks haben sich die Schweizer angesiedelt - das klingt nicht sonderlich innovativ, ist es aber. Irgendwie zwischen MALEVOLENT CREATION zu "Envenomed"-Zeiten und MISERY INDEX haben sich die drei Musiker angesiedelt und überraschen mit ihrem Können, das die Aggression nicht vernachlässigt. Ein richtiger Tritt in die Fresse ist "In-Existence" vor allem durch die angepissten Vocals von Basser Manuel, der an einen Bret Hoffman in seinen besten Zeiten erinnert. Aber auch die differenzierte Produktion passt hervorragend zur Musik, die durch die Präzision viel fokussierter und geballter auf den Hörer hereinbricht.

Das Drumming ist verflucht tight und präzise, groovt auch bei den schnellsten Blast Beats wie Hölle. Schlagzeuger Nik braucht sich jedenfalls nicht hinter Größeren im Business zu verstecken. Ideengeber und Riffkönig Marcel bietet natürlich die Ausgangsbasis für die neun Songs. Dabei fällt lediglich etwas negativ auf, dass manche Schraddelriffs sich sehr ähnlich sind und man sie schwer auseinander halten kann, weshalb man der Band Ideenlosigkeit unterstellen könnte. Außerdem fehlt hier hörbar die zweite Gitarre. Aber ein wirkliches Manko ist dies bei diesem D-Zug von Album nicht. Denn das Material auf "In-Existence" ist viel zu mächtig um wirkliche Zweifel aufkommen zu lassen. Songs wie der Opener "Down By Law", das düstere "Suicide Machine" und der hochkomplexe Schlusssong "Faint" zeigen, wo die Stärken von CENSORED liegen. Nur: Wer braucht von so einer Band noch ein OBITUARY-Cover? Aber als Hidden Track geht "Slowly We Rot" durchaus in Ordnung.

CENSORED jedenfalls liefern mit ihrem dritten Streich ein Death Metal-Album ab, das sämtliche Charakteristiken bedient, die ich an diesem Genre mag: Aggression, Virtuosität ohne hirnlosen Frickeleien. Songs, die ordentlich in die Beine und bis zu einem gewissen Grade auch ins Ohr gehen. Ich bin mir sicher, dass die Schweizer sich weiterentwickeln und die kleinen Mängel noch ausmerzen werden. Ladies und Gentlemen, das hier ist ein wirklich heißer, professioneller Newcomer, hört ihn euch an.

Link: http://www.vampster.com/artikel/show/?id=21432

Pitfire

Hallelujah! Bereits der ebenfalls in Eigenregie eingetütete Vorgänger "System Disease" war ein exquisites Stück extremer Musik. "In-Existence" setzt dem ganzen noch eins drauf und perfektioniert den Sound der Band. Länger Spieldauer, knackigere Produktion, klasse Songs.

Es fällt mir immer noch immens schwer, die Faszination dieser Band auszumachen oder auch nur Vergleiche zu nennen. Aber vielleicht macht gerade das die Klasse der Band aus. Eingängige, nicht auf Frickelorgien aufbauende Songs, die trotzdem Unmengen an technischer Feinheiten und Zungenschnalzern aufbieten. Gekonnt werden Tempi variierte, Breaks akzentuiert gesetzt, Blasts getrümmert, Moshparts eingeflechtet... Censored beherrschen es, sowohl den headbangenden Fan als auch den mit Argusohren lauschenden Musiker zu faszinieren.

Wer trotzdem nicht ohne Quervergleiche leben kann: irgendwo zwischen Cannibal Corpse, Dying Fetus und nem Schuss Hardcore haben Censored ihr Plätzchen gefunden und warten darauf ENDLICH von Euch entdeckt zu werden.

Link: http://www.pitfire.net/content.php?ac=cdreviews&id=2130


Metal.de 8/10

Eine gewaltige und frische Implosion nehmen drei mir bisher unbekannte Jungs vor, die aus der Schweiz kommen. Nein, natürlich hat das jetzt nicht gleich wieder was mit CELTIC FROST, CORONER oder MESSIAH zu tun, nur weil wir kaum mehr Bands aus der Schweiz kennen. Umso schöner, dass sich immer mal wieder eine Kombo aus dem Reich des Geschnetzelten in die Internationalität verirrt. Aufgespielt wird aggressiver und morbider Deathmetal mit einigen wütenden Thrashausflügen. Absolut präzise und eingespielt hacken Manuel, Marcel und Nikas eine Orgie von gewalttätigen Songs raus, die nichts vermissen lassen. Dabei streift man in Momentaufnahmen sowohl den Amideath-Bereich als auch Carcass-artige vertrackte Grindansätze und vermischt dies Perfekt zu einer Abrissbirne, die sowohl Köpfe schüttelt als auch Atmosphäre rüberbringt und durchweg uptempolastig ist. Warum hier kein Plattenvertrag vorliegt fragt ihr besser die schlechte Fee, die tausende von Scheissbands gesigned hat, anstatt sich um wirkliches Potential zu bemühen. Wahrscheinlich liegts nur wieder am Erscheinungsbild und am Image. Darauf sollte man als ambitioniert Hörer allerdings pfeiffen und sich das gute Stück so oft reinziehen wie nur möglich. Das einzige was vielleicht negativ auffällt, ist die etwas zu sehr getriggerte Produktion, was ich bei der Benotung allerdings nicht einfliessen lasse, da es die Leistung keinewegs schmälert.

Link: http://metal.de/cdreviews.php4?was=review&id=6980


Metalland.org

Et dire que je pensais que la Suisse était peuplée de gens calmes et posés... C'était avant de connaître CENSORED, trio aussi fougueux que talentueux. Forts de leur expérience scénique à travers l'Europe et de leurs premières réalisations, nos jeunes amis Suisses nous offrent un superbe album de Death aux forts relents Grind, violent et barré comme on aime. Des riffs épileptiques, une vitesse de jeu hallucinante et un chant presque inhumain sont quelques unes des caractéristiques de ce groupe franchement impressionnant. En cinq ans d'existence, CENSORED a déjà fait pas mal de chemin et sortir un premier album d'une telle qualité prouve bien que le groupe a les moyens de ses ambitions, c'est à dire se faire un nom sur la scène Européenne. Et franchement, après presque une heure passée à écouter "In-Existence", je ne vois pas trop comment cela ne serait pas le cas. Il leur reste à trruver un label qui les mettra bien et avant, et vogue la galère ! "Impressionnant", voilà le résumé de cette kro en un mot !

Link: http://www.metalland.org/chronique/chroautf.php4?chro=1528


metal-inside.de

In Deutschland hält sich ja hartnäckig das Vorurteil, dass alle Schweizer lieb und ein bisschen langsam seien. Dass dem nicht so ist, haben eigentlich schon CELTIC FROST bewiesen, und allerspätestens CATARACT dürften das auch dem Letzten klar gemacht haben. Wer das immer noch nicht geschnallt hat, sollte sich das neue Album der Zürcher Death Metaller CENSORED anhören, denn das zieht einem mit voller Wucht eins über den Schädel, dass einem Hören und Sehen vergeht. Die Musik des Trios setzt sich zusammen aus einem Großteil Ami-Death, versetzt mit Thrash-Metal-Parts und Grindcore-Attacken. Marcel Zilics Gitarren brettern und sägen, was das Zeug hält, Nik Naumann bolzt mit den Drums alles nieder, und darüber grunzt und brüllt sich Sänger/Bassist Manuel Früh so dermaßen böse die Seele aus dem Leib, dass einem Angst und Bange wird. Der Sound ist brutal, fett und gemein, aber doch so transparent, dass man alle Instrumente heraushört. Lediglich der Snare-Sound ist für mein Empfinden stellenweise etwas penetrant, aber das ist vermutlich Geschmackssache. Dazu kommt, dass die Jungs wirklich spielen können. In jedem Tempo wird präzise Arbeit geleistet, und besonders, was Nik Naumann an den Drums abliefert, hat Hochachtung verdient. Wenn man einen Blick ins Booklet wirft, wird man außerdem dadurch überrascht, dass in den Texten nicht sinnlos rumgemetzelt wird, sondern dass diese durch die Bank zwar düster, aber durchaus tiefgründig, teils auch politisch und gesellschaftskritisch und manchmal sogar poetisch sind. Eine weiterer Pluspunkt ist das tolle Cover-Artwork, das die morbide Stimmung der Musik sehr gut wieder spiegelt. Insgesamt ist „in-existence“ also eine rundum mehr als gelungene Scheibe geworden, die CENSORED mit Sicherheit weitere Türen öffnen wird. Für uns Deutsche bleibt nur zu hoffen, dass die Jungs bald mal wieder im großen Kanton im Norden unterwegs sind, um uns auch live das Gehirn wegzublasen.

Link: http://www.metal-inside.de/frame.php?url=http://www.metal-inside.de/dyn/review.jsp?id=7278

schwermetall.ch 10/13

Nach etlichen Jahren der Bandgeschichte ist die Energie längst draussen. Die Gedanken, dass eine Auflösung der Band an der Zeit ist und man sich von den kindlichen Musikerträumen lösen sollte, nehmen Überhand. Jeder Taktschlag schmerzt in des Schlagzeugers Hand, jedes Riff reizt die müden Finger der Gitarristen und jedes Wort reisst klaffende Wunden in die Stimmbänder des Schreihalses. Statt aufzugeben stirbt die Truppe dahin.

Weit gefehlt! Die Energie, die censored auf "in-existence" versprüht, die Spielfreude, die der Dreier an den Tag legt und die musikalische Wendigkeit, die zum Vorschein tritt, lässt in keinster Weise an Ermüdungserscheinungen denken. Das amerikanisch anmutende Todesgeballer strotzt nur so vor Agilität, reisst wortwörtlich den Nonnen die Gewänder vom Leibe. Die untypisch fiesen Gesänge in zweierlei Tonlagen - grunzend und schreiend - versetzen den Lauschenden ständig in den Drang, wieder an die Klangregler zu greifen. Wenn sich leichte Thrash-Einlagen und Wechsel in ICE-Geschwindigkeit sich die Klinke in die Hand geben um danach die Tür in lautem Groove zuzuknallen, wird offensichtlich: censored haben das hohe Niveau von "system disease" glatt noch ein Stück übertroffen.

Dies liegt unter anderem daran, dass die Scheibe und das gesamte Drumherum einfach stimmig wirken: Die Produktion ist drückend, differenziert und kann durch eine unverschämte Trockenheit punkten. Die textlichen Exzesse sind jenseits von dumpfen Todesstahl-Klischees und widerspiegeln ein weites Spektrum zwischen Gesellschaftskritik und Poesie, ohne dabei uneinheitlich zu wirken. Zum Schluss glänzt auch das Titelbild in passendem Tiefblau und lebensnaher, leicht unterkühlter Gestaltung.

Es gilt: Für alle, die direkten Staatentod in einem modernen und stets wendigen Ambiente zu schätzen wissen, darf "in-existence" bedenkenlos ans Herz gelegt werden.

Link: http://www.schwermetall.ch/kritiken/kritikanzeigen.php?kritiknr=1619

bleeding.de 8/10

Na also! Geht doch! Nach dem miesen Sound des Demos und der viel zu kurzen ersten Scheibe haben CENSORED nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht. In meinem Player liegt das erste Fulltime-Album der Jungs, welches mit einem pfurztrockenen, aber fettem Sound auch meine Nörgel-Lauscher zufriedenstellen kann. Die Klampfen hätten zwar noch etwas Kompression und Power im Höhenbereich bekommen können.... Mensch Opa, hör endlich auf zu meckern... Nein, im Ernst. Es gibt wesentlich höher budgetierte Produktionen, die dieser Scheibe nicht das Wasser reichen können. Nach wie vor dreht sich alles um flotten Death Metal mit einem feinen Maß zwischen technischem Gefrickel und Voll-Auf-Die-12-Geriffe. Sogar Blast-Grenzen werden irgendwann ausgelotet ('Prone To Kill....', 'Codification Interrupted'). Die mordstiefe Doublebass gibt der Scheibe im Gegensatz zu den heute üblichen "Klack"-Samples einen tierischen Punch und könnte bei zu viel Übermut den einen oder anderen Speaker ins Jenseits befördern. Aber wie schon bei der letzten Scheibe ist der Sound von CENSORED immer noch stark gitarrenbetont, was die nötige Härte rüberbringt, ohne die restlichen Stimmen in den Hintergrund zu drängen. Manuels Organ setzt sich mit Growls und heiser-brutalen Schreien lässig gegen die Instrumentenwand durch. Die Songs sind allesamt livetauglich für die vorhandene Triobesetzung arrangiert. Soli oder ähnliche Overdubs spart man sich gottseidank und konzentriert sich voll auf wirkungsvolle Riff-Breitseiten. Interessant finde ich die für Death Metal unüblichen Intervalle, die teilweise in den gemeinsamen Gitarre/Bass-Läufen zum Vorschein kommen, und mich in manchen Songs wie 'Threatened With Extinction' an die seligen Landsleute von CORONER erinnern. Muss wohl an der guten Luft dort liegen! Und die ersten Takte von 'Stop For Death' hätten ebensogut auf dem HOLY MOSES Meilenstein "The New Machine Of Liechtenstein" ihren Platz gefunden. Ob sich CENSORED darüber im Klaren sind, welche Legenden hier durchschimmern? Dranbleiben!

Link: http://www.bleeding.de/index_en.php?show=review_de&id=1165


heavymetal.ch 90/100%

Satte 3 Jahre mussten wir uns auf die neue Cd gedulden. Doch nun ist es soweit, der zweite Longplayer von Censored "in- existence" erscheint am 30.09.06 mit anschliessender Plattentaufe im Dynamo Werk 21. Zusammen mit Baalphegor und Elision.

Vorweg muss ich sagen, dass ich ein bekennender Deathmetal Liebhaber bin.

Nun zur Cd. Das Booklet beinhaltet alles Notwendige und ist schön gestaltet. Es ist in blau gehalten und strahlt kalte Aggression aus und so beginnt auch gleich das erste Stück. Ohne Intro voll auf die Neun. Schnell ist klar, dass bei diesem Album keine Kosten und Mühen gescheut wurden. Drei Jahre hatte das Zürcher Trio Zeit um zu komponieren und diese Zeit wurde optimal genutzt. Es zeichnet sich eine Linie durch ganze Album. Beim ersten Song "Down by Law" wird eine knallharte Linie gefahren, man bleibt aber dennoch sehr abwechslungsreich. Die zwei Stimmlagen gefallen mir sehr gut. Von druckvollen Blasts bis hin zu zuckenden Riffs ist alles gut kombiniert. Auch bei "Prone to kill and torture as a stategy to overthrow governments" ,dem zweiten Stück auf "in- existence", kommt die Melodie gut zum Tragen. Der Wiedererkennungswert ist sehr hoch. Es wurde beim gesamten Werk nie auf Butalität und Agressivität verzichtet. Das Album ist zum Grossteil im Highspeed-Segmet angesiedelt, das durch schleppende Elemente unterbrochen wird.

Das Songwrithing gefällt mir sehr gut, abwechslungsreich und spannend arrangiert. Mit "Microsleep" haben wir wohl den schnellsten Song auf dem neuen Silberling. Das erste Into findet sich beim fünften Song "Suicide machine". Hier sind zu Beginn des Songs Fear Factory-Elemente erkennbar, doch nach einigen Takten erhöht sich das Tempo wieder. Spätestens hier beginnt das Zucken der Nackenmuskeln. Ein echter Mitreisser.

"Stop for death" beginnt mit einem coolen Bassolo, das verzerrt daher kommt. Hier liegt ein kleines Manko: wenn bei Censored noch eine Gitarre dazu käme, würden die Songs noch mehr blasen! Das soll kein Vorwurf sein, denn mit drei Musikern so eine Cd zu produzieren bedingt einige Erfahrung und Können! Die zwei Stimmen werden hier genial eingesetzt. Auch hier zieht sich ein roter Faden durch den Song. Beim sechsten Stück "Out of breath" kann ich nur sagen Nackbrecher! Das Growling beim achten Stück "Codification interrupted" zeigt die facettenreiche Stimme von Frontmann Manu Früh. Bei diesem Album einen Lieblingssong zu bestimmen ist schwer, dies überlasse ich euch.

Mit in- existence haben Censored den Deathmetal nicht neu erfunden, viele Elemente habe ich schon irgendwann mal gehört. Die Eigenständigkeit kommt durch die spezielle Stimme, die der Band das gewisse Etwas verleiht.

Die Produktion kommt fett daher. Jedes Instrument kommt gut zur Geltung. Die Blasts sitzen gut und drücken mächtig. Die Cd wurde etwas dumpf aufgenommen, was jedoch nicht störend ist, denn die Songs blasen mächtig. Mit "in-existence" haben sich Censored eindrücklich zurück gemeldet. Dieser Band traue ich noch einiges zu, da würde mich auch ein Plattendeal nicht überraschen.

Es ist ein richtig gelungenes Album und ich empfehle es unbedingt zum Kauf.

Vorausgesetzt man steht auf kompromislosen Deathmetal.

Link: http://www.heavymetal.ch/web/heavymetal.nsf/fc2149b545e3caf9c1256cf30079a13b/a2423e664ab8f3a8c12571ee001da1b0?OpenDocument


helldriver-magazine.de 5.5/7

Wie war das mit den blühenden Landschaften? Zumindest die Jungs von Censored dürften mit ihrem aktuellen Album „in-existence“ die Herzen von Legionen von Death-Metal-Jüngern zum blühen bringen. Kann man auch das Cover-Artwork nicht unbedingt als „Eyecatcher“ bezeichnen, so überzeugt der Inhalt doch umso mehr. Die Haupteinflüsse der Band sind laut Band-Bio im US-Metal anzusiedeln, was nicht zu überhören ist. Das Album besticht durch eine astreine Produktion, die sich vor denen der „Großen“ nicht verstecken muss. Gekonnt wechseln sich Up- und Mid-tempo-Stücke ab. Vor allem „Prone to kill and torture as a strategy to overthrow governments“ knallt ohne Ende und erinnert durchaus an die guten alten Cannibal Corpse-Zeiten. Die überraschend vielseitigen Vocals (von lieblichen Gekreische bis hin zu wirklich flegelhaften Grunzgeräuschen – einfach fabelhaft)brennen alles zu Staub, die Sechs-Saiter sensen mit brachialer Gewalt alles weg und die Drums donnern gekonnt und präzise wie Thor höchstpersönlich. Textlich bewegt man sich unter anderem auch in politischen Gefilden, wobei man geteilter Meinung sein kann, ob Metal unbedingt politisch sein muss. Die Spielzeiten der einzelnen Songs bewegen sich zwischen 3 und 6 Minuten, und, man glaubt es kaum, endlich mal wieder ein Album mit einem hidden-track der keineswegs hinter der Klasse der anderen Songs zurückbleibt. Mit viel Feingefühl platzierte Grindcore-/Death-Einlagen, Breaks und Tempowechsel sorgen immer wieder für einen Überraschungseffekt. Selbst nach unzähligen Durchläufen verliert „in-existence“ keineswegs an Fahrt.

Link: http://www.helldriver-magazine.de/showRev.php?ID=2162

Metalfrance.net 4/5

Tiens, il y avait longtemps qu’un trio n’avait pas réussit à marquer mes oreilles. Trois musiciens seulement, cela à tendance à restreindre les possibilités et Censored ne déroge pas vraiment à cette logique.
Leurs compositions sont directes, mais pas si aisées que cela.

Censored à reprit de ses influences pour faire naître cet « In-existence », et par la même remet au goût du jour un metal davantage entendu dans les années 90. Et c’est le style d’At the gate « Slaughter of the soul »qui s’avère être le plus proche du groupe Suisse.

Censored s’en démarque malgré tout de plusieurs manières, tout d’abord par un son plus jeune et plus dynamique.
Mais aussi via des rythmiques plus agressives (beaucoup plus de blasts notamment) et qui sont plus en vogue dans le sens où elles jouent davantage sur les tempos et moins sur l’exploration du manche. Une manière de faire qui s’explique peut-être par les légères influences hard-core du groupe.

Sans être extrêmement brutal, « In-existence » nous entraîne dans son sillage. Ses rythmiques sont efficaces et bien soutenues par un duo de chants guttural aigus (celui-ci rappelle lui aussi At the gate) et grave.

Enfin, entendons-nous bien, si Censored est un bon groupe, il ne possède rien d’exceptionnel. C’est à cause de cela que le groupe aura à du mal se détacher du lot et cela lui coûte ici la meilleure note.

Link: http://www.metalfrance.net/chronique_cd-1291.html

metalglory.de Grundbewertung des Werkes: Sehr Gut! 8/10

Aus der Schweiz hat die Scheibe In-Existence den Weg in meinen Player gefunden. Mit diesem Land habe ich eigentlich, von den Preisen mal abgesehen, nur gute Erfahrungen gemacht und ich bin gespannt, ob Censored das fortsetzt.

Bereits der erste Song Down by Law lässt kein Auge trocken. Schneller Death ist angesagt und der Grindcore-Einfluß ist wahrlich nicht zu überhören. Song Nummer Zwei Prone to Kill and Torture as a Strategy to Overthrow the Governments (was für ein Satz) lässt an der Stiltreue keinen Zweifel.

Das folgende Stück Microsleep überzeugt durch teilweise schwere, teilweise recht beflügelte Gitarrenläufe. Einen Sekundenschlaf kann dieses Stück jedenfalls ganz sicher unterbinden. Dazu tragen auch die eingestreuten Breaks bei.

Mit Threatened with Extinction wird die Band keinen Deut langsamer ohne sich ständig zu wiederholen. Dröhnende Gitarren spielen einen erstaunlich langen Melodiebogen, der Gesang keift und grunzt dazu, wie es sich für Death eben gehört.

Suicide Machine beginnt mit einigen Radioansagen, die wohl einen Krieg ankündigen. Ganz passend für den Titel. Sehr gelungen ist der Übergang zum Song selber, der mit relativ wenig verzerrten Gitarrenläufen beginnt. Diese Nummer ist mein eindeutiger Anspieltipp. Das Stück bietet einige wirklich gute Melodien und Gitarrenläufe und ist mit über 5 Minuten eines der Längeren der Scheibe.

Mit Stop for Death zeigt die Band weiter, das man seiner Richtung treu sein kann phne sich ständig wiederholen zu müssen. Hier entwickeln die Eidgenossen ein intensives Gitarrenfeuerwerk, das von heftigstem Doublebase unterlegt ist. Am Ende kommen dann noch einige rollende Läufe dazu, die das Ganze zu einem guten Abschluss führen.

Ohne viel Zeit zum Durchatmen folgt Out of Breath. Wer hier mitbangen will, riskiert eine mittlere Gehirnerschütterung aber irgendein Opfer muss man halt bringen… Das Ende des Songs ist dabei leider etwas konventionell ausgefallen.

Codification Interrupted an achter und Faint an neunter Position schließlich führen die Schwere der ersten Songs fort. Hier dominieren wieder die ganz schweren Riffs und die Geschwindigkeit wird Anfangs ein kleines wenig zurückgenommen um sich vor allem am Schluss wieder zu steigern. An den letzten Song ist noch nach mehr als 7 Minuten Stille ein Hidden Track angehängt. Ganz Ehrlich: ich halte das für eine Unsitte! Entweder will die Band noch einen Song mitgeben oder nicht. Wenn ja, dann bitte ehrlich. Die notwendige Schnellvorspulerei ist nervig.

Dass es sich um eine Eigenproduktion handelt merkt man in keiner Weise. Der Klang stimmt zu 100%. Gleiches gilt für das professionelle Booklet. Laut Flyer sucht die Band ein Label und einen Vertrieb. Da wünsche ich viel Erfolg und freue mich auf neue Werke der Kapelle. Mein Schweiz-Bild hat sich jedenfalls bestätigt. An dieser Stelle noch einen Gruß an das nette Mädchen vom Swiss Bodenpersonal in Zürich, die mir gestern so Prima aus der Patsche geholfen hat.

Links: http://www.metalglory.de/reviews.php?nr=14715

earshot.at 6/7

Es ist mehr als traurig, dass ich erst jetzt auf diese mehr als begabte Band aus der Schweiz aufmerksam werde. Bereits seit 2001 existiert dieses durchschlagkräftige Trio und es können mit „Censored-Red Edition“ und „System Disease“ auch schon zwei Demos auf der Habenseite verbucht werden. Dank dem neuen Material dürften die mühsamen und kargen Zeiten der Eigenproduktionen aber endgültig der Vergangenheit angehören, denn CENSORED sind mit den hier gebotenen neun Krachern immer für Plätze in den ersten Reihen gut.

Eine gewisse Vorliebe für amerikanischen Death Metal ist auf „In-existence“ unüberhörbar und spiegelt sich in einer gelungenen Mischung aus Aggressivität, eingängigen Passagen und Technik wider. Irgendwie kommen mir bei Songs wie „Down By Law“, „Prone To Kill…“ oder „Threatened With Extinction“ Größen wie MORBID ANGEL oder CANNIBAL CORPSE in den Sinn, und ich denke dabei ganz und gar nicht an eine Kopie derselben, sondern vielmehr an eine junge aufstrebende Band mit mächtig Hummeln im Arsch. Anhand der Songtexte nehme ich einmal an, dass die Radioansprache von George W. Bush als Intro zu „Suicide Machine“ (der Titel passt jedenfalls wie die Faust aufs Auge) eher als Kritik an ihm selbst aufzufassen ist – Al Jourgensen (MINISTRY) lässt hier doch auf jeden Fall grüßen. CENSORED schaffen es auch die größte Gefahr bei einem durchwegs rasant gehaltenen Album – nämlich die Langeweile – außen vor zu lassen. Groovende Parts, Stop-and-go-Passagen, kurze Aufenthalte im Thrash oder Grindcore-Bereich und vor allem die einprägsame Gitarrenarbeit machen „in-existence“ zu einem heißen Geheimtipp.

Der Hidden-Track fällt dann tempomäßig zwar ein wenig ab und erinnert dadurch stellenweise an OBITUARY, hätte sich aber die regulär zu vergebende Nummer 10 – als eigenständiger Song – mehr als verdient (in die Gesamtspielzeit ist übrigens der Leerlauf zwischen Song 9 und dem Hidden-Track eingerechnet!). Wer also sein Todesblei scharf und amerikanisch mag, sollte hier nicht zögern und zugreifen.

Link: http://www.earshot.at/php/content/reviews_ok.php?action=show&idx=4226

burningmisery.com 8.0/10

Censored! This band is based in Switzerland and has been formed in 2001 by: Manuel Früh (Bass/Vocals, Marcel Zilic (Guitars), Nik Naumann (Drums). Censored has released three EP's and this full length album called "In Existence". When I heard the first moves on this disk I thought hmm metalcore, but when the disk is moving further I hear only awesome deathmetal with loads of up-tempo moves that are been alternated with midtempo death. They use two different kinds of vocals the main voice is an aggressive and nearly to be scared of sound and next of that they use an deep low deathmetal vocals. And fuck yeah, the guys of Censored has mixed those two voices excellent.

They are playing all their compositions pretty tight and sick and I even hear some nice thrashy moves into their lets call it death/thrashmetal. I'm pretty sure that this disk will be liked by not only the old deathmetal fans but also the freaks of the newer deathmetal genres. Just check out some mp3 files here on their band section. This is just great stuff that isn't get boring even after listening it for loads of times!! Overall a great high quality disk and with the right people I think they will get a deal pretty quick with a record label somewhere around this fucking globe!! I highly recommend this evil stuff to all you people out there!

Link: http://www.burningmisery.com/ReviewsA-Z-II/Reviews-C/Censored%20-%20In%20Existence%202006.htm

wallsoffire.de 4.5/5

Die Schweizer sind ja als ein ruhiges Völkchen bekannt. Ja, es wird sogar gemunkelt, sie seien allesamt etwas langsamer, als der Rest der Welt. Nun, dass dem nicht so ist, beweist nicht nur DJ Bobo, der mit Highspeed-Attacken dem Chihuahua huldigt. Aber mal ehrlich: Bands wie Cataract, Samael, Coroner, Messiah, Cropment oder Celtic Frost stellen nicht erst seit gestern klar, dass man die Schweizer nicht unterschätzen sollte. Und mit Censored kommt ein weiterer Hammer aus dem Alpenstaat. Die drei Jungs sind im Jahre 2001 zusammengekommen und haben mittlerweile über 80 Gigs hinter sich (u.a. mit namhaften Acts, wie z.B. Nasum, Aborted, Pungent Stench, Belphegor und Holy Moses) und ich bin sicher, dass sich ihre Anzahl an Auftritten nach diesem Album drastisch steigern wird.

Von Beginn an zeigen Censored aggressiv, was sie an ihren Instrumenten können. Als Death Metal mit Thrash-Schlagseite und Ausflügen in die Grind-Region könnte man „In-Existence“ beschreiben. Manuel, Marcel und Nik brettern gekonnt was das Zeug hält. Da sind Elemente des Ami-Deaths der 80/90er, vertrackte Riffs und passende Breaks, die allesamt ganz und gar nicht altbacken klingen, sondern sehr modern daherkommen. Die variablen Vocals von Manuel bieten neben den Growls auch wütenden, leicht thrashigen Gesang, der mich manchmal an Jeff Walker erinnert. Sehr positiv wirkt sich bei Censored, neben dem Drumming und Gesang, auch die Gitarrenarbeit aus, die außer donnerndem Riffing, richtig geile Melodiebögen beinhalten. Auch ohne Lesen der Lyrics wird der Hörer, spätestens beim fünften Track „Suicide Machine“, herausfinden, dass Censored die globale politische Lage nicht scheißegal ist. Ist das Gelaber von George „Wanker“ Bush doch deutlich zu vernehmen. Nach den neun Tracks, vergaß ich mal, die Repeat-Taste zu drücken…, und das war gut so! Bekommt man doch nach ca. 7-8 Minuten Stille einen Hidden-Track zu hören. Und dies in Form einer Cover-Version: Obituary „Slowly We Rot“. Warum allerdings als Hidden-Track, weiß ich nicht, denn verstecken muss man diesen Song unter gar keinen Umständen!

In dem sehr ausführlichen und sehr informativen Info-Brief steht, dass das Trio „auf der Suche nach einem entsprechenden Vertrieb, einem passenden Label und natürlich weiteren Konzerten“ ist. Und ich bin mir sicher, dass dieser geilen Band aus Zürich, diese Wünsche in nächster Zeit ganz sicher erfüllt werden. Daumen nach ganz oben!!!

Link: http://www.wallsoffire.de/Reviews/show_review.php3?kritik_id=763


vs-webzine.com 15/20

CENSORED débarque des verts pâturages suisses avec dans sa besace un nouvel album plus que prometteur et impressionnant. Je m'avance peut-être un peu mais les neuf titres figurant sur ce CD sont suffisamment puissants pour permettre à ce groupe d'aller tirer les oreilles des plus grands noms du Death Metal New School. Du Blast, du Mosh, d'la sueur et des glaires: aux abris!

CENSORED a su prendre le meilleur des scènes européennes et américaines afin de les marier et de les fusionner dans un cocktail à la fois élégant, personnel et –le mot est juste – admirable en tous points. Sur cet album, on sent planer le spectre de groupes tels que SINISTER, DYING FETUS, OBSCENITY ou DETHRONED. Des riffs bien carrés et intenses, un niveau technique assez élevé, une brutalité toujours contrôlée, contrebalancée par un sens aigu du groove! Y a pas à chier, "In-Existence" est une vraie petite tuerie!

Malgré une identité foncièrement Death Metal, CENSORED cache une seconde facette plus proche des sphères du Brutal Hard Core... Au détour d'un riff "rouleau compresseur" d'une efficacité et d'une force hallucinante, on se prend en pleine trogne un gros break ultra catchy, ces incursions "Mosh" rappellent souvent DEW-SCENTED voire MISERY INDEX (désolé, ma culture HxCx est aussi épaisse qu'une feuille de PQ de station service!)

Ce qui constitue l'atout majeur de CENSORED c'est le talent que ce groupe a pour trouver l'équilibre idéal entre la bestialité du Brutal Death et l'aspect plus léger du Mosh; le premier ne prend jamais le pas sur le second et vice versa. En gros, on pourrait dire que ce groupe helvète est un hybride entre un SEVERE TORTURE (agrémenté d'old schooleries à la LUCIFERION) et un HxCx furieux et intense. Cette osmose se retrouve aussi dans les deux voix (qui oscillent entre MORBID ANGEL et du braillard) qui se croisent, se complètent et créent une ambiance vraiment plaisante.

J'en vois tiquer à la vue de "autoproduction", rassurez-vous, le son de cet album est nickel, un son très "pro", une bonne baffe!

Les neuf titres de "In-Existence" sont très bons, un album frais et plein de surprises comme – par exemple – un ghost track qui "nous fait doucement pourrir"... CENSORED, c'est du bon, c'est tout ce qu'il faut savoir!

Link: http://www.vs-webzine.com/new.php?page=kronik&id_news=6829

heavyworldonline.de 8/10

Nicht alle Schweizer sind langsame Langweiler. CENSORED beweisen, dass dieses Vorurteil nicht zwingend der Wahrheit entspricht. Auch wenn es das unspektakuläre Covermotiv nicht vermuten lässt, hier gibt es aggressiven brutalo Death Metal der Extraklasse.

Die Bandinfo erzählt etwas von US-Metal Einflüssen, was man so ruhigen Gewissens stehen lassen kann. Stellenweise erinnern die Jungs an Szenehelden wie CANNIBAL CORPSE. Geschickt wechseln sie zwischen Hochgeschwindigkeits- und Midtempopassagen. Die Vocals überzeugen ebenfalls, der gute Herr hat ein recht variables Gröl / Grunz / Schrei Repertoire anzubieten. Das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit in diesem stagnierenden Stil. Da ist man für jede Form der Abwechslung dankbar!

Hinzu kommt der unbeschreiblich gute Sound.Kaum zu glauben, dass die Band alles in Eigenregie produziert hat. Die Produktion ist extrem fett ausgefallen und ballert einem fast das Hirn raus. Einen so druckvollen Klang hört man selten bei labellosen Bands. Einfach Geil!

„In-Existence“ lässt mich wieder hoffen. Hoffen, dass es bald wieder mehr frischen Wind im Death Metal gibt.

Link: http://www.heavyworldonline.de/karchiv/censored.htm

www.transitmag.ch

Censored est un groupe de grind / death (pour être large) qui nous vient de Zurich. Ils ont entre autres ouvert pour Cataract, Darkest Hour, Nasum et plein d’autres groupes sympas. Leur musique est intéressante surtout du côté de leur rythmique. Les motifs exploitent des riffs death et grind voire hardcore quelquefois tout en ayant un rythme soit hardcore, soit death déstructuré, soit etc. Donc sympathique à écouter (il faut tout de même prendre la peine de le faire, ça ne saute pas aux yeux non plus) on est vite pris par les riffs entraînants, expression qui, je trouve, colle parfaitement car après cinq minutes je hochais déjà la tête et après dix j’avais envie d’aller dans le pit ! Le son est plutôt bon pour une autoproduction, je dirais même qu’il donne un côté authentique au groupe. La technique est assez variée et moi qui n’arrive à écouter cette musique que pendant un laps de temps réduit, je ne me suis pas ennuyé une seconde, donc vous savez ce qui vous reste à faire ; achetez l’album et allez les voir en concert !


 

 

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